Die Partnerschaft für Demokratie „Merseburg engagiert“ steht im intensiven Austausch mit Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft der Stadt Merseburg. Gemeinsam stehen wir für ein vielfältiges, inklusives, gewaltfreies, demokratisches, respektvolles Miteinander, wollen dieses fördern und nachhaltig etablieren. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung von Strategien, um lokalen Herausforderungen zu begegnen und eine lebendige Demokratie vor Ort sowie eine Kultur der Kooperation, der gegenseitigen Anerkennung und Unterstützung zu schaffen und zu stärken.
Aktuelle Zielsetzung der Partnerschaft für Demokratie „Merseburg engagiert“ für 2026
Die Akteur*innen der PfD sind handlungssicher im Umgang mit lokalen Herausforderungen.
Ziel unserer Arbeit ist es, die Handlungssicherheit von zivilgesellschaftlichen Akteur*innen im Umgang mit lokalen Herausforderungen wie Rechtsextremismus, Rassismus und Demokratiefeindlichkeit zu stärken. Dies geschieht durch Weiterbildungen, Vernetzung und praxisnahe Projekte, in denen aktuelles Wissen konkret angewendet wird. Ein besonderer Schwerpunkt liegt zudem auf der Förderung von Jugendbeteiligung sowie auf konstruktiver Gesprächs- und Konfliktfähigkeit, um demokratiefeindlichen Positionen sicher und deeskalierend begegnen zu können.
Die Partnerschaft entwickelt einen proaktiven und konstruktiven Umgang mit Demokratieskepsis
Ein weiteres Ziel ist ein konstruktiver und proaktiver Umgang mit Demokratieskepsis. Menschen mit demokratieskeptischen Einstellungen sollen durch niedrigschwellige, teilhabeorientierte Angebote in ihrer Lebensrealität erreicht werden. In offenen Gesprächsformaten – etwa beim gemeinsamen Kochen und Essen – entstehen Räume für Austausch, Reflexion und Dialog auf Augenhöhe. Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen, erste Zugänge zu demokratischer Teilhabe zu eröffnen und Selbstwirksamkeit im Rahmen des demokratischen Rechtsstaates erfahrbar zu machen.
Die Koordinierungs- und Fachstelle sowie das Federführende Amt erarbeiten ein eigenes Schutzkonzept.
Demokratisch Engagierte und diskriminierte Gruppen müssen vor Anfeindungen geschützt werden und solidarisches Handeln muss gefördert werden. Diese Gruppen benötigen Schutzräume und spezifische Angebote, und die Gesellschaft muss stärker für Diskriminierungsformen und die Akzeptanz andere Lebensformen sensibilisiert werden, z.B. durch ehrenamtliches Engagement und interkulturelle Projekte. Ziel ist die Erarbeitung eines Schutzkonzepts durch enge Zusammenarbeit zwischen Kommune, Sicherheitsbehörden und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen.
Orientierung an Kernzielen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“
Demokratie fördern
Das Programm stärkt das Bewusstsein für demokratische Rechte und fördert die demokratische Bildung und den Zusammenhalt. In den unterstützten Projekten geht es um Gleichwertigkeit, Rechtsstaatlichkeit, Schutz der Menschenrechte sowie gesellschaftliche Teilhabe an politischen Prozessen. Gerade Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden so befähigt, ihre Teilhabe- und Mitbestimmungsrechte besser wahrnehmen zu können
Vielfalt gestalten
„Demokratie leben!“ möchte allen Menschen ein diskriminierungsfreies Leben ermöglichen und unterstützt daher Projekte, in denen die Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt gefördert werden. Ziel ist es, dass unsere Gesellschaft Vielfalt als Chance begreift und die damit verbundenen Widersprüche und Konflikte konstruktiv bearbeitet.
Extremismus vorbeugen
Das Programm will die Entstehung demokratie- und menschenfeindlicher Haltungen sowie extremistischer Einstellungen verhindern und Radikalisierungsprozesse frühzeitig unterbrechen. Das umfasst neben rechtem auch islamistischen und linken Extremismus.