Mapping‑Methoden für innovative Engagement‑ und Veranstaltungsformate
Wie erreichen kulturelle und politische Initiativen Menschen, die bislang kaum an Veranstaltungen, Projekten oder Engagementformaten teilnehmen? Welche Rolle spielen Orte, Atmosphären, Kommunikationsweisen und soziale Netzwerke dafür, ob Angebote anschlussfähig sind oder vor allem bestehende Szenen reproduzieren?
Der Workshop richtet sich an ehrenamtlich Engagierte, Kulturschaffende, politische Initiativen, weitere zivilgesellschaftliche Akteur*innen. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Reflexion darüber, wie bisherige Veranstaltungs- und Engagementformate Menschen ansprechen und wie neue Formen solidarischer Begegnung, gemeinschaftlicher Praxis und zivilgesellschaftlicher Verbundenheit entstehen können. Engagement kann so dazu beitragen, Gemeinschaft zu stärken, solidarische Gegenräume zur Vereinzelung und Vereinsamung zu eröffnen und kollektive Handlungsspielräume im Lokalraum zu erweitern.
Ein zentraler Zugang im Workshop sind sozialräumliche Mapping‑Methoden: Diese ermöglichen es, eigene Praxisformen visuell und analytisch zu untersuchen: Welche Orte, Wege, Treffpunkte und sozialen Beziehungen prägen das Engagement im lokalen Raum? Wer fühlt sich eingeladen und wer bleibt außen vor? Durch Kartierungen bestehender Angebote und ihrer Resonanzen werden implizite Adressierungslogiken sichtbar und Ansatzpunkte für Veränderungen erkennbar.
Darauf aufbauend entwickeln die Teilnehmenden gemeinsam Ideen für kulturelle und politische Formate, die neue Begegnungssituationen eröffnen und andere Adressat*innengruppen ansprechen können. Dabei geht es nicht nur um Programminhalte, sondern um die bewusste Gestaltung von Veranstaltungsorten, Kooperationen, Kommunikationsformen und Beteiligungssettings. Ziel ist es, Engagement im Sozialraum weiter zu öffnen und neue solidarische Beziehungen, gemeinschaftliche Formen der Beteiligung sowie tragfähige Netzwerke im Lokalraum zu entwickeln.
Der Workshop bietet Raum für Austausch, gemeinsame Analyse und erste konzeptionelle Erprobungen.
Der Workshop leistet keine langfristige Projektentwicklung, (Förder-)Beratung und detaillierte Veranstaltungsplanung. Er bietet keine fertigen Lösungen für komplexe lokale Herausforderungen. Vielmehr eröffnet er einen methodischen Reflexionsraum, in dem erste Ideen für die Weiterentwicklung der eigenen Praxis und neue Zugänge im Lokalraum entstehen können.
Dauer: 4 Zeitstunden zzgl. 30 min Pause
Datum: 21. Mai 2026, 15:00 bis 19:30 Uhr
Ort: Mehrgenerationenhaus Merseburg, Roßmarkt 2, 06217 Merseburg
Dozent*in: Erik Theuerkauf, Hochschule Merseburg, Fachbereich Soziale Arbeit.Medien.Kultur